Super Boof Strain: Herkunft, Genetik und die Geschichte eines viralen Namens

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Veröffentlicht auf: 24/10/2026

Vom Spitznamen einer Selektion zum viralen Sortennamen

Manche Sorten tragen den Namen einer Firma, andere den eines Prominenten. Super Boof ist anders: Der Name kommt aus der Community, aus dem Spitznamen, den ein Grower seiner Auswahl gab. In wenigen Jahren wurde daraus ein viel diskutierter Sortenname aus den USA.

Ein Name, der sich viral verbreitet, sagt trotzdem nichts darüber, was in einer einzelnen Blüte steckt. Bei dieser Sorte ist das Namensthema sogar besonders verzwickt, weil ein und dieselbe Kreuzung unter mehreren Namen läuft.



Super Boof ist eine junge amerikanische Hybride, keine alte Landrasse. Sie entstand nicht in einer Marketingabteilung, sondern im Umfeld von Breedern und Growern, und der Name setzte sich vor allem über soziale Medien durch. 2024 verlieh die Plattform Leafly Super Boof den Titel Strain of the Year, ein Beleg dafür, wie schnell so ein Name heute viral gehen kann. Der Name erzählt dabei vor allem eine Geschichte aus der Cannabiskultur.

Blockberry, Super Boof, Ze Boof: eine Kreuzung, mehrere Namen

Hinter den vielen Bezeichnungen steckt eine einzige Kreuzung. Nach der in der Szene verbreiteten Darstellung kreuzte der kalifornische Breeder Blockhead um 2019 die Sorten Black Cherry Punch und Tropicana Cookies und nannte das Ergebnis Blockberry. Demnach suchte der Grower Mobilejay aus dieser Kreuzung einen einzelnen Phänotyp heraus, gab ihm den Namen Super Boof und machte ihn über soziale Medien bekannt.

Super Boof gilt damit als die Selektion, die Mobilejay aus Blockberry heraussuchte. Solche Auswahlen werden in der Regel über eine ausgewählte Mutterpflanze als Klon stabil gehalten. So entsteht ein Sortenname in der Szene oft von unten, nämlich durch einen einzelnen Grower, dessen Auswahl nach und nach in der Community Anklang findet. Seitdem kursiert dieselbe Herkunft unter verschiedenen Namen:

NameWoher der Name kommt
BlockberryUrsprungsname des Breeders Blockhead für die Kreuzung
Super BoofPhänotyp-Auswahl des Growers Mobilejay, viral über soziale Medien
Ze Boof, SuperboofSzene- und Schreibvarianten desselben Namens

Ein Name kann also eine ganze Kette von Auswahlentscheidungen verdecken. Wer Super Boof hört, denkt an eine feste Sorte; dahinter steht aber eine Selektion aus einer Kreuzung, die schon mehrere Namen getragen hat.

Junge Cannabis-Stecklinge in einer Anzuchtschale unter Arbeitslicht, daneben eine Hand, die einen einzelnen Trieb prüft

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Die Eltern: Black Cherry Punch und Tropicana Cookies

Die Genetik von Super Boof ist gut dokumentiert. Als Eltern gelten Black Cherry Punch, eine indicabetonte Hybride, und Tropicana Cookies aus der weitläufigen Cookies-Familie rund um Girl Scout Cookies. Tropicana Cookies ist für ein ausgeprägtes Zitrusprofil bekannt, und dieser Duft nach Orange taucht in vielen Beschreibungen von Super Boof wieder auf.

Tropicana Cookies stammt selbst aus Tangie und Girl Scout Cookies. Sortenbeschreibungen ordnen die Zitrusnoten meist dieser Seite zu und dunkle Beerennoten dem Black Cherry Punch. So treffen in den Angaben zu dieser Sorte zwei sehr verschiedene Duftwelten aufeinander.

Ein solcher Duft ist eine Geruchsbeschreibung, kein Geschmacksversprechen. Er sagt etwas über die Terpene, die eine Pflanze bilden kann, nicht über eine Wirkung.

Über die Cookies-Seite reiht sich Super Boof in dieselbe Welle kalifornischer Dessert- und Cookies-Linien ein, die das letzte Jahrzehnt geprägt hat. In Sortenbeschreibungen wird die Selektion oft als kompakte, harzige Blüte dargestellt. Das beschreibt das Aussehen, mehr nicht.

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Warum ein Name so wenig über eine einzelne Blüte sagt

Auch mit benannten Eltern ist Vererbung in Hybriden nicht geradlinig. Eine genetische Untersuchung an einer Hybridpopulation ergab, dass viele gemeinhin als eng verknüpft geltende Eigenschaften keine gemeinsame genetische Grundlage haben. Auch eine Einordnung nach der Blattform, also die grobe Indica-oder-Sativa-Logik, entsprach dort nicht dem chemischen Profil der Pflanzen. Für eine junge Hybride wie Super Boof heißt das: Die Einordnung nach Typ sagt wenig darüber, was chemisch tatsächlich in einer Pflanze steckt.

Dazu kommt bei dieser Sorte die Art der Verbreitung. Ob zwei Blüten unter diesem Namen überhaupt ähnlich ausfallen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Klon oder Samen: Die Sorte zirkuliert teils als Steckling, teils über Samen verschiedener Anbieter, mit entsprechend größerer Streuung.
  • Selektion: Unter demselben Namen laufen Auswahlen verschiedener Grower, nicht eine einzige festgelegte Pflanze.
  • Anbau: Licht, Substrat und Klima verschieben das Erscheinungsbild derselben Genetik.

Zwei Blüten mit demselben Etikett können deshalb im Erscheinungsbild und im Duftprofil unterschiedlich ausfallen.

Was bei uns im Regal steht

Bei Justbob findest du Super Boof nicht, und wir leiten unser Sortiment auch nicht aus dieser Linie ab. Dieser Text setzt die beiden nicht gleich. Unser Angebot besteht aus Blüten von zertifiziertem Industriehanf, aus Sorten des gemeinsamen europäischen Sortenkatalogs und mit weniger als 0,3 Prozent THC, angeboten für den technischen und dekorativen Gebrauch.

Diese Schwelle kommt aus dem europäischen Rahmen für Industriehanf. Das seit dem 1. April 2024 geltende deutsche Cannabisgesetz mit dem darin enthaltenen KCanG betrifft dagegen Konsumcannabis und nicht Industriehanf.

Getrocknete Hanfblüten in einer kleinen Keramikschale auf hellem Leinen, daneben Hanffasern und grobes Gewebe, in ruhigem Studiolicht

Übertragbar ist nur die Lehre aus dem Namensthema. Bei unserem CBD Gras zählt nicht der Handelsname, sondern der Laborbericht, der die gemessenen Werte zur konkreten Charge dokumentiert.

Das gilt genauso für die kleineren Formate: Auch die Small Buds sind geprüfte Blüten aus demselben Sortiment, nur in kleinerer Sortierung.


Häufige Fragen zu Super Boof

Was ist die Sorte Super Boof?

Super Boof ist eine junge amerikanische Cannabis-Hybride aus dem Umfeld der kalifornischen Cookies-Linien. Als Genetik gilt eine Kreuzung aus Black Cherry Punch und Tropicana Cookies. Genau genommen gilt Super Boof als die Phänotyp-Auswahl, die dem Grower Mobilejay zugeschrieben wird und die über soziale Medien bekannt wurde. Wichtig ist die Unterscheidung: Der Name ordnet die Sorte einer Szene und einer Familie zu, sagt aber nichts Verbindliches über den Inhalt einer konkreten Blüte. Das zeigen die gemessenen Werte im Laborbericht zur jeweiligen Charge, nicht der Handelsname.

Woher kommt der Name Super Boof?

Der Name entstand in der amerikanischen Growerszene. Nach verbreiteter Darstellung kreuzte um 2019 der kalifornische Breeder Blockhead Black Cherry Punch mit Tropicana Cookies und nannte das Ergebnis Blockberry. Der Grower Mobilejay wählte daraus einen einzelnen Phänotyp aus, taufte ihn Super Boof und verbreitete ihn über soziale Medien, bis er viral ging. Dieselbe Herkunft kursiert deshalb unter mehreren Namen, etwa Blockberry, Superboof oder Ze Boof. Der Name ist damit vor allem ein Kultur- und Marketingphänomen und erklärt, warum eine Herkunft unter so vielen Bezeichnungen auftaucht.

Welche Genetik hat Super Boof?

Als Genetik wird eine Kreuzung aus Black Cherry Punch, einer indicabetonten Hybride, und Tropicana Cookies aus der Cookies-Familie rund um Girl Scout Cookies angegeben. Damit zählt Super Boof zu den Hybriden und nicht zu den Landrassen, und die Eltern sind hier klar benannt. Trotzdem ist ein benannter Stammbaum keine Garantie für ein einheitliches Ergebnis: Super Boof läuft teils als Klon, teils über Samen verschiedener Anbieter, und die Selektionen gehen dabei auseinander.

Führt Justbob Super Boof im Sortiment?

Nein. Bei Justbob findest du diese Sorte nicht, und wir leiten unser Angebot nicht aus ihr ab. Unser Sortiment besteht aus Blüten von zertifiziertem Industriehanf aus dem gemeinsamen europäischen Sortenkatalog mit weniger als 0,3 Prozent THC, angeboten für den technischen und dekorativen Gebrauch. Dieser Artikel ist rein informativ und historisch: Er erklärt, wie der Name entstand und wie die Genetik einzuordnen ist, ohne ein Produkt aus unserem Regal damit gleichzusetzen.