Wo bleiben die Cannabis-Shops? Ein Update zu den Modellregionen (Säule 2)

Wo bleiben die Cannabis-Shops?

Veröffentlicht auf: 06/02/2026

Wichtigste Erkenntnisse (Kurzüberblick)

  • Trotz der Cannabis-Legalisierung seit April 2024 gibt es keine flächendeckenden Verkaufsstellen in Deutschland. Die Umsetzung erfolgt bewusst schrittweise über streng regulierte Pilotprojekte.
  • Säule 1 (aktiv seit 2024) umfasst Eigenanbau und Cannabis Social Clubs, während Säule 2 kommerzielle Fachgeschäfte ausschließlich in genehmigten Modellregionen vorsieht.
  • Rund 28 Städte und Regionen haben bis Januar 2025 Interesse an Modellprojekten bekundet, darunter Frankfurt am Main, Hannover, Wiesbaden und Bremen – doch die meisten starten frühestens 2025/2026.
  • Ein spontaner Kauf von THC-Cannabis im Laden oder Supermarkt bleibt für die Mehrheit der Deutschen vorerst unmöglich – selbst in Modellregionen gelten strenge Teilnahmebedingungen.
  • CBD-Produkte bleiben bundesweit sofort legal online kaufbar – ohne Clubmitgliedschaft, ohne Modellprojekt-Registrierung und ohne geografische Einschränkungen.


Was sind Cannabis-Modellregionen? (Säule 2 einfach erklärt)

Seit dem 1. April 2024 ist das Cannabisgesetz (CanG) in Deutschland in Kraft. Doch was viele Konsumenten überrascht: Das Gesetz sieht keinen freien Verkauf von THC-haltigem Cannabis in Geschäften vor – zumindest nicht flächendeckend. Stattdessen hat die Bundesregierung einen vorsichtigen Ansatz gewählt, der auf wissenschaftlicher Begleitung und kontrollierten Testphasen basiert.

Cannabis-Modellregionen sind zeitlich und räumlich begrenzte Pilotprojekte, in denen der Verkauf von THC-haltigem Cannabis in lizenzierten Fachgeschäften oder Apotheken erprobt wird. Diese Modellvorhaben dienen einem klaren Ziel: Die Auswirkungen eines kommerziellen Vertriebsmodells auf Jugendschutz, Gesundheit und den Schwarzmarkt sollen wissenschaftlich untersucht werden.

Kernmerkmale der Modellregionen auf einen Blick:

Merkmal Details
Laufzeit Typischerweise 5 Jahre pro Projekt
Geografische Begrenzung Nur in genehmigten Städten/Regionen
Teilnehmer Registrierte erwachsene Einwohner der jeweiligen Region
Wissenschaftliche Begleitung Pflicht – inkl. regelmäßiger Befragungen
Regulierungsbehörde Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Die Konsumcannabis-Wissenschafts-Zuständigkeitsverordnung (KCanWissZustV), die Bundesagrarminister Cem Özdemir im Dezember 2024 erließ, regelt dabei formal, welche Bundes- und Landesbehörden für die Genehmigung zuständig sind. Auch wissenschaftliche Institute wie die Medizinische Hochschule Hannover oder die Frankfurt University of Applied Sciences spielen eine zentrale Rolle bei der Evaluation.

Unterschied Säule 1 vs. Säule 2: Warum es noch keine Coffeeshops an jeder Ecke gibt

Eines der größten Missverständnisse rund um die Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Viele Konsumenten erwarteten, dass 2025 überall Coffeeshops nach niederländischem Vorbild entstehen würden. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Warum es noch keine Coffeeshops an jeder Ecke gibt

Säule 1 – Was seit 2024 gilt:

  • Eigenanbau: Bis zu 3 Pflanzen pro Person erlaubt
  • Besitz: Bis zu 25 Gramm Cannabis für den persönlichen Bedarf
  • Cannabis Social Clubs: Seit 01.07.2024 möglich, maximal 500 Mitglieder pro Club
  • Abgabe an Mitglieder: Bis zu 50 g pro Monat für Erwachsene über 21, bis zu 30 g mit reduziertem THC-Gehalt für 18-21-Jährige

Säule 2 – Die Pilotphase:

  • Kommerzielle Fachgeschäfte: Nur in ausgewählten Modellregionen
  • Zeitlich begrenzt: Projekte laufen typischerweise 5 Jahre
  • Teilnahmebedingungen: Registrierung als Studienteilnehmer erforderlich
  • Wissenschaftliche Pflicht: Regelmäßige Befragungen zu Konsum und Gesundheit

Die entscheidende Unterscheidung:

Aspekt Cannabis Social Club Fachgeschäft (Modellregion)
Struktur Nicht gewerblich, genossenschaftlich Kommerziell, Gewinnabsicht erlaubt
Zugang Nur für Mitglieder Registrierte Studienteilnehmer
Verfügbarkeit Bundesweit möglich Nur in genehmigten Städten
Anbau Gemeinschaftlicher Anbau durch Club Lieferketten von externen Produzenten

Wer also einfach legal Cannabis konsumieren will, hat aktuell drei Wege: Eigenanbau im erlaubten Rahmen, Mitgliedschaft in einem Social Club oder medizinisches Cannabis auf Rezept. Reguläre Shops bleiben vorerst die Ausnahme.

Cannabis Modellregionen Liste: Welche Städte und Regionen sind dabei?

Es gibt keine bundesweite Standardliste im Gesetz, die festlegt, wo Modellregionen entstehen. Stattdessen müssen Kommunen und Länder eigenständig Anträge bei der BLE einreichen. Stand Januar 2025 haben etwa 28 Gemeinden, Bezirke und Bundesländer formell Interesse bekundet.

Die wichtigsten bekannten Modellprojekte (Stand Ende 2025/Anfang 2026):

Frankfurt am Main

  • 5-jähriges Modellprojekt
  • Geplant: 4 spezialisierte Fachgeschäfte
  • Wissenschaftliche Begleitung: Frankfurt University of Applied Sciences unter Prof. Heino Stöver
  • Besonderheit: Bewusster Ausschluss des Bahnhofsviertels als Standort

Hannover

  • Start für Anfang 2025 geplant
  • Bis zu 3 Verkaufsstellen
  • Wissenschaftliche Leitung: Medizinische Hochschule Hannover
  • System mit pseudonymisierten Ausweisen/QR-Codes

Wiesbaden

  • Abgabe vorrangig über Apotheken geplant
  • Kooperation mit etablierten Partnern aus dem Medizinalcannabis-Bereich
  • Fokus auf pharmazeutische Qualitätssicherung

Cannabis Modellregionen Liste: Welche Städte und Regionen sind dabei?

Bremen

  • Angekündigtes Interesse an einem Innenstadt-Modellprojekt
  • Konzeptphase noch nicht abgeschlossen

Berlin (mehrere Bezirke)

  • Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Pankow, Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf haben Interesse bekundet
  • Die bezirkliche Fragmentierung spiegelt Berlins einzigartige Verwaltungsstruktur wider

Weitere Bewerber laut Presseberichten:

  • Darmstadt
  • Bonn
  • Offenbach
  • Köln
  • Düsseldorf
  • München
  • Münster
  • Leipzig
  • Freiburg
  • Kreis Groß-Gerau (in Kooperation mit Cansativa)

Wichtiger Hinweis:

Die Starttermine sind teilweise erst für 2025/2026 realistisch. Genehmigungsverfahren, Aufbau von Lieferketten und Abstimmung wissenschaftlicher Konzepte benötigen Zeit. Die Anzahl und genaue Abgrenzung der Modellregionen können sich dynamisch ändern – aktuelle Informationen sind beim Bundesgesundheitsministerium oder den jeweiligen Landesbehörden erhältlich.

Frankfurt und Hannover: So funktionieren die ersten Cannabis-Fachgeschäfte

Frankfurt am Main und Hannover gehören zu den am weitesten fortgeschrittenen Projekten. Ein genauerer Blick zeigt, wie der Rahmen für die ersten deutschen Cannabis-Fachgeschäfte konkret aussieht.

Frankfurt am Main – Das Frankfurter Modell

Das 5-jährige Modellprojekt sieht den Vertrieb von THC-haltigen Produkten in lizenzierten Geschäften vor. Die Teilnahme ist streng reguliert:

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Volljährigkeit (mindestens 18 Jahre)
  • Wohnsitz in Frankfurt bzw. der definierten Region
  • Keine schweren psychischen Erkrankungen
  • Keine Schwangerschaft

Verpflichtungen der Studienteilnehmer:

  • Regelmäßige Befragungen zu Konsumverhalten
  • Angaben zu Gesundheit und möglichem Schwarzmarkt-Konsum
  • Medizinische und sozialwissenschaftliche Begleitung

Die wissenschaftliche Evaluation erfolgt unter Leitung von Prof. Heino Stöver an der Frankfurt University of Applied Sciences. Das Projekt orientiert sich explizit an erfolgreichen Schweizer Modellprojekten, die nachweislich positive Effekte bei der Reduzierung des Schwarzmarkts gezeigt haben.

Hannover – Wissenschaft im Fokus

Projekteckdaten:

  • Start Anfang 2025 geplant
  • Bis zu 3 Verkaufsstellen in der Stadt
  • Wissenschaftliche Leitung durch die Medizinische Hochschule Hannover

Besonderheiten des Hannoveraner Modells:

  • Nutzung pseudonymisierter Teilnehmer-IDs via QR-Code
  • Digitale Dokumentation aller Abgabemengen
  • Strenge Kontrolle der pro Tag/Monat erworbenen Mengen

Beide Städte starten bewusst klein, um Daten zu sammeln und mögliche Risiken früh zu erkennen. Der Ansatz: Lieber kontrolliert evaluieren als überstürzt ausweiten.

Wie läuft der Kauf in den Modellregionen praktisch ab?

Wer sich vorstellt, spontan in ein Fachgeschäft in Frankfurt oder Hannover zu spazieren und Cannabis zu kaufen, wird enttäuscht werden. Der Ablauf ist streng reglementiert und unterscheidet sich fundamental vom Coffeeshop-Modell.

Der idealtypische Ablauf:

  1. Registrierung
    • Nur für Einwohner der jeweiligen Stadt/Region
    • Meldeadresse muss nachgewiesen werden
  2. Identitätsprüfung und Aufnahme
    • Ausstellung einer projektbezogenen Teilnehmer-ID
    • Teilweise via QR-Code-System
  3. Kauf im Fachgeschäft
    • Kaufmenge pro Tag/Monat begrenzt und digital dokumentiert
    • Abgabe nur in definierter Form (Blüten, ggf. Extrakte)
    • Standardisierte Verpackung mit THC/CBD-Angabe
  4. Wissenschaftliche Teilnahme
    • Verpflichtung zu regelmäßigen Umfrage-Teilnahmen
    • Erfassung von Konsummustern und Gesundheitsdaten

Was zu beachten ist:

  • Verkauf nur an Volljährige (teilweise Mindestalter 21 je nach Projekt)
  • Preise, Sortenvielfalt und THC-Grenzen variieren von Projekt zu Projekt
  • Qualitätsstandards sind strenger als auf dem Schwarzmarkt
  • Spontan in einer anderen Stadt Gras kaufen ist nicht möglich – die Teilnahme an den Studien ist lokal begrenzt

Lies auch: Cannabis im Job: Was Arbeitgeber verbieten dürfen und was Privatsache ist

Beratung, Jugendschutz und Schwarzmarkt: Ziele der Modellprojekte

Das politische Ziel der Modellprojekte war nie „bequemer Konsum für alle”. Im Vordergrund stehen Schadensminimierung, Gesundheitsschutz und die Verdrängung des illegalen Marktes.

Jugendschutz als oberste Priorität:

  • Kein Zugang für Minderjährige unter allen Umständen
  • Schutzbereiche rund um Schulen, Kitas und Spielplätze – weder Shops noch Konsum erlaubt
  • Schulung des Verkaufspersonals im Erkennen riskanten Konsums
  • Altersprüfung bei jedem Kauf

Gesundheitsschutz durch Qualität:

  • Standardisierte Produkte mit definiertem THC-/CBD-Gehalt
  • Fachkundige Beratung zu Risiken, Dosierung und Konsumformen
  • Früherkennung von problematischem Konsum
  • Verweis zu Beratungsstellen bei Bedarf

Kampf gegen den Schwarzmarkt:

Die Studie untersucht konkret:

  • Vergleich von Preisen vor und nach Projektstart
  • Veränderungen bei Verfügbarkeit und Konsummustern
  • Ob Konsumentinnen und Konsumenten vom illegalen in den legalen Markt wechseln
  • Ob Verunreinigungen (Streckmittel, synthetische Cannabinoide) zurückgehen

Die wissenschaftliche Evaluation soll belastbare Ergebnisse liefern, die als Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen dienen – möglicherweise auch auf EU-Ebene.

Warum du trotzdem noch kein Cannabis im Supermarkt bekommst

Die deutsche Legalisierung erfolgt bewusst schrittweise – ein drastischer Unterschied zu manchen US-Bundesstaaten, wo der Übergang zum kommerziellen Markt schneller vollzogen wurde.

Die Gründe für den vorsichtigen Weg:

  • EU-Recht und internationale Verträge: Deutschland bewegt sich im Rahmen bestehender europäischer und internationaler Abkommen
  • Politische Kompromisse: Die Ampelkoalition musste zwischen verschiedenen Positionen vermitteln
  • Opposition und Fachverbände: Starke Vorbehalte von Kinder- und Jugendärzten, einigen Bundesländern und Teilen der Politik
  • Wissenschaftlicher Ansatz: Zuerst Daten sammeln, dann ausweiten

Was rechtlich klar ist:

Supermärkte, Spätis und Kioske sind derzeit komplett außen vor. Das Gesetz sieht ausschließlich spezialisierte Fachgeschäfte mit strengen Auflagen vor. Ein Roll-out über ganz Deutschland kann erst nach Auswertung der Modellprojekte diskutiert werden – realistisch frühestens Ende der 2020er Jahre.

Das häufigste Missverständnis:

Legalisierung bedeutet aktuell: Besitz und Eigenanbau im erlaubten Rahmen sind entkriminalisiert. Freier Verkauf im Einzelhandel ist damit nicht gemeint. Die Weitergabe von Cannabis bleibt außerhalb der legalen Kanäle weiterhin verboten.

Cannabis Social Clubs im Detail

Social Clubs vs. Fachgeschäfte: Was ist für Konsumenten der Unterschied?

Viele Konsumenten verwechseln Cannabis Social Clubs (Säule 1) mit den Fachgeschäften der Modellregionen (Säule 2). Dabei handelt es sich um fundamental unterschiedliche Modelle.

Cannabis Social Clubs im Detail:

  • Seit 01.07.2024 grundsätzlich möglich
  • Nicht gewerblich, non-profit
  • Maximal 500 Mitglieder pro Club
  • Gemeinschaftlicher Anbau durch die Mitglieder
  • Monatliche Abgabemengen gedeckelt:
    • Ü21: bis zu 50 Gramm Cannabis
    • 18-21 Jahre: bis zu 30 g mit niedrigerem THC-Gehalt
  • Nur persönliche Abholung
  • Keine Weitergabe an Nicht-Mitglieder

Fachgeschäfte in Modellregionen:

  • Gewerblich, Gewinnabsicht erlaubt
  • Kein Clubprinzip, aber Registrierung als Studienteilnehmer Pflicht
  • Abgabe wie in einer Apotheke oder einem Spezialshop mit Beratung
  • Streng begrenztes geografisches Gebiet
  • Zeitlich befristete Projekte (typischerweise 5 Jahre)

Welche Option passt zu wem?

Situation Empfohlene Option
Social Club in der Nähe, Interesse an Gemeinschaft Cannabis Social Club
Wohnhaft in einer Modellregion, bereit zur Studienteilnahme Fachgeschäft
Weder Club noch Modellregion verfügbar Eigenanbau oder medizinisches Cannabis
Sofortige, unkomplizierte Lösung gesucht CBD-Produkte (bundesweit legal)

Legaler Cannabis-Verkauf in Deutschland: Was heute schon geht – und was nicht

Stand Ende 2025/Anfang 2026 präsentiert sich der legale Zugang zu Cannabis in Deutschland wie folgt:

Was legal möglich ist:

Medizinisches Cannabis auf Rezept

  • Verfügbar in Apotheken
  • Auch per Telemedizin-Anbieter und Versand möglich
  • Erfordert ärztliche Indikation

Cannabis Social Clubs nach CanG

  • Mitgliedschaft erforderlich
  • Gemeinschaftlicher Anbau und Abgabe an Mitglieder

Eigenanbau zu Hause

  • Bis zu 3 Pflanzen pro Person
  • Nur für den Eigenbedarf
  • Cannabissamen legal erwerbbar

Was weiterhin verboten bleibt:

❌ Kauf von THC-Cannabis im normalen Online-Shop ohne Apothekenlizenz

❌ Bestellung von Gras bei anonymen Websites oder über Social Media

❌ Straßenkauf beim Dealer – auch wenn Besitz teilweise entkriminalisiert ist

Das Missverständnis „Besitz legal = Kauf legal”

Nein, das stimmt nicht. Die Teil-Legalisierung entkriminalisiert den Besitz bestimmter Mengen und den Eigenanbau. Der gewerbliche Verkauf außerhalb der vorgesehenen Kanäle (Apotheken für Medizinalcannabis, Modellregionen-Fachgeschäfte, Social Clubs) bleibt illegal.

Wichtig: Änderungen bei den Regelungen für Telemedizin-Anbieter sind möglich. Der medizinische Online-Kauf auf Rezept ist derzeit noch möglich, sollte aber beobachtet werden.

Lies auch: Cannabis am Steuer: Was der 3,5 ng/ml Grenzwert für Autofahrer bedeutet

CBD als legale Alternative

CBD als legale Alternative: Sofort online, ohne Modellregion und ohne Club

Während der THC-Verkauf über Säule 2 stark begrenzt ist und geografisch nur wenigen Konsumenten offensteht, sind CBD-Produkte bundesweit frei verfügbar – und das ohne jede Einschränkung.

Die CBD-Rechtslage kurz erklärt:

  • CBD-Produkte mit THC-Gehalt unter der gesetzlichen Grenze (in der Regel < 0,2 %) sind frei verkäuflich
  • Kein Eintrag in Modellprojekte nötig
  • Keine Social-Club-Mitgliedschaft erforderlich
  • Online-Kauf und Versand nach Hause in ganz Deutschland möglich

Für wen CBD interessant ist:

  • Menschen, die Entspannung oder Schlafunterstützung suchen, ohne Rausch
  • Konsumenten, die kein Risiko mit Führerschein oder Arbeitsplatz eingehen wollen
  • Alle, die in keiner Modellregion leben
  • Wer keine Clubmitgliedschaft möchte oder keinen Club in der Nähe hat

Qualitätskriterien für seriöse CBD-Produkte:

Achten Sie beim Kauf auf:

  • Unabhängige Laboranalysen
  • Klare Angabe von CBD- und THC-Gehalt
  • Transparente Herkunft und Anbaumethoden
  • Nachvollziehbare Praxis bei der Qualitätssicherung

CBD bietet damit die einzige unmittelbar zugängliche, legale Alternative ohne bürokratische Hürden – ein Schritt, der heute möglich ist, nicht erst in mehreren Jahren.

FAQ: Häufige Fragen zu Cannabis-Modellregionen und legalem Kauf

Kann ich als Tourist in Frankfurt oder Hannover im Cannabis-Shop einkaufen?

In der Regel nein. Die Teilnahme an den Modellprojekten ist meist auf Personen mit gemeldeter Wohnadresse in der jeweiligen Stadt oder Region beschränkt. Spontane Käufe durch Besucher oder Touristen sind nicht vorgesehen – die Projekte dienen der wissenschaftlichen Evaluation innerhalb einer definierten Population von Studienteilnehmern.

Ab wann kann ich realistisch mit Cannabis-Fachgeschäften in meiner Stadt rechnen?

Die ersten Pilotprojekte starten frühestens 2025/2026 in wenigen ausgewählten Städten. Ein bundesweiter Roll-out ist erst nach Auswertung der 5-jährigen Studien denkbar – also realistisch frühestens Ende der 2020er oder Anfang der 2030er Jahre. Ob und wann Ihre Stadt ein Modellprojekt startet, hängt von kommunalen Entscheidungen und der Genehmigung durch die BLE ab.

Wird es irgendwann Cannabis im Supermarkt geben?

Derzeit ist das politisch und rechtlich sehr unwahrscheinlich. Das Cannabisgesetz sieht ausschließlich spezialisierte Abgabestellen mit strengen Auflagen vor – keine Integration in den normalen Einzelhandel. Selbst nach positiver Evaluation der Modellprojekte würde eine Ausweitung auf Supermärkte eine grundlegende Gesetzesänderung erfordern.

Ist der Online-Kauf von THC-Cannabis ohne Rezept legal?

Nein, das ist weiterhin verboten. THC-haltiges Cannabis darf nur über folgende Wege legal erworben werden: medizinisches Cannabis mit ärztlichem Rezept in Apotheken, Abgabe in genehmigten Modellregionen-Fachgeschäften an registrierte Teilnehmer, oder Bezug über einen Cannabis Social Club als Mitglied. Der anonyme Online-Kauf ohne diese Voraussetzungen bleibt illegal.

Welche legale Alternative habe ich, wenn es bei mir keinen Social Club und keine Modellregion gibt?

Sie haben mehrere Möglichkeiten: Erstens der Eigenanbau im gesetzlichen Rahmen (bis zu 3 Pflanzen). Zweitens medizinisches Cannabis, sofern eine entsprechende Indikation vorliegt – auch per Telemedizin erhältlich. Drittens frei verkäufliche CBD-Produkte, die bundesweit online bestellt werden können und keine Registrierung oder Mitgliedschaft erfordern. CBD bietet die unkomplizierteste sofort verfügbare Option für alle, die nicht auf die Ausweitung der Modellprojekte warten möchten.