Veröffentlicht auf: 07/11/2026
Eine südafrikanische Landrasse, ihr Klima und der Terpinolen-Duft
Wenige Namen im Cannabis-Umfeld klingen so sehr nach Herkunft wie Durban Poison. Der erste Teil verweist auf eine echte Stadt: Durban, die Hafenmetropole an der Ostküste Südafrikas. Von dort stammt eine reine Sativa, die über Generationen im lokalen Klima gewachsen ist und bis heute als klassische südafrikanische Landrasse gilt.
Was dieser Name über eine einzelne Blüte verrät, bleibt trotzdem begrenzt. Woher die Pflanze kommt, wie das Klima sie geformt hat und welches Terpen ihr den typischen Duft gibt, lässt sich gut erklären. Ob du beim Kauf die alte Landrasse oder eine moderne Auswahl daraus vor dir hast, steht dagegen selten auf dem Etikett. Genau diese Unterscheidung nehmen wir hier auseinander.
Durban Poison ist einer der Namen, bei denen Herkunft und Ruf eng zusammenhängen. Er steht für eine klar verortete Sativa, nicht für einen Einfall der Marketingabteilung. Was sie über den Namen hinaus interessant macht, sind ihre belegbare Herkunft, die klimatische Prägung und ein eher seltener Duftstoff.
Was eine Landrasse ausmacht und warum Durban Poison dazuzählt
Eine Landrasse ist eine Pflanzenpopulation, die über lange Zeit in einer Region gewachsen ist, sich an die dortigen Bedingungen angepasst hat und traditionell vor Ort weitervermehrt wurde, ohne modernes Zuchtprogramm. Solche Populationen tragen die Handschrift ihres Standorts, können in sich aber durchaus variieren; Klima, Boden und die Auslese der Menschen vor Ort haben sie über Generationen geformt.
Durban Poison passt in dieses Bild, weil sie traditionell einer klar benannten Herkunft zugeordnet wird: der Region um Durban in der Provinz KwaZulu-Natal. Das unterscheidet sie von vielen Sorten, deren Stammbaum aus reinen Fantasienamen besteht. Ganz wörtlich darf man den Begriff trotzdem nicht nehmen, denn viele der heute angebotenen Samen sind Auslesen aus dieser Herkunft, nicht die ursprüngliche südafrikanische Population.
Geprägt hat die Sorte vor allem das südafrikanische Klima. Die lange, warme und sonnenreiche Saison rund um Durban steht für den hohen, schlanken Wuchs mit schmalen Blättern, wie man ihn von Sativas aus wärmeren Breiten kennt. In Sortenbeschreibungen gilt Durban Poison zudem als vergleichsweise früh blühend im Freiland, auch wenn das je nach Selektion unterschiedlich ausfällt.
- Geografisch verankert: sie stammt aus einer bestimmten Region und trägt oft deren Namen.
- An den Standort angepasst: Klima, Tageslänge und Boden haben ihre Merkmale über Generationen geformt.
- Traditionell vermehrt: sie entstand durch Auslese vor Ort, nicht durch ein modernes Zuchtprogramm im Labor.

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Terpinolen, der Duft, der Durban Poison zugeschrieben wird
Wenn es um den Duft von Durban Poison geht, fällt fast immer der Name eines einzelnen Terpens: Terpinolen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze, dieselbe Gruppe, die auch Kräutern, Nadelhölzern und Zitrusschalen ihren Geruch verleiht. Terpinolen selbst riecht frisch und leicht würzig, mit einer Note, die an Wald und Kräuter erinnert. Auffällig ist das, weil Terpinolen unter den Cannabis-Terpenen eher selten die Führung übernimmt: Viele Sorten werden von anderen Terpenen bestimmt, ein terpinolenbetontes Profil ist die Ausnahme.
Wie viel davon eine Pflanze bildet, ist nicht festgelegt: der Anteil einzelner Terpene unterscheidet sich messbar zwischen den Chemotypen von Cannabis (Jin et al., Frontiers in Plant Science 2021), und Terpinolen zählt zu den Stoffen, die dabei erfasst werden. Gemeint ist damit ein Geruch, kein Geschmack. Terpene sind zudem flüchtig: Ein Teil verändert sich bei Ernte und Lagerung, sodass der Dufteindruck bei deiner Blüte von Charge zu Charge schwanken kann.

Vom Landrassen-Namen zur Samenbank-Selektion
So klar die Herkunft ist, so unübersichtlich ist der heutige Markt. Was als Durban Poison verkauft wird, ist selten die ursprüngliche Landrasse selbst, sondern eine Auslese daraus. Samenbanken wie Dutch Passion haben über Jahre einzelne Pflanzen ausgewählt und zu stabilen Linien verfestigt; andere Anbieter führen eigene Fassungen, teils sogar selbstblühende Kreuzungen unter demselben Namen. Wer genau hinsieht, findet hinter dem gleichen Etikett deshalb photoperiodische Sativas neben kompakteren Autoflower-Versionen.
Dazu kommt die Rolle als Elternteil. Durban Poison wurde immer wieder eingekreuzt, um ihren schlanken Sativa-Wuchs und ihr Duftprofil an neue Hybriden weiterzugeben. Kaufst du zweimal Durban Poison, kann also zweimal etwas anderes im Glas liegen, je nachdem, welche Selektion dahintersteht.
| Merkmal | Durban Poison |
| Herkunft | Region um Durban, KwaZulu-Natal, Südafrika |
| Einordnung | reine Sativa, gilt als Landrasse |
| Statur | hoch und schlank, schmale Blätter |
| Duft-Leitprofil | häufig Terpinolen zugeschrieben |
| heutige Marktform | Selektionen und stabilisierte Linien einzelner Samenbanken |
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Eine THC-Landrasse und unser CBD: der Unterschied
Durban Poison ist in all diesen Fassungen eine THC-Sorte. Mit unserem Angebot hat sie genetisch nichts zu tun, und Saatgut vertreiben wir grundsätzlich nicht. Wir stellen die Sorte hier vor, weil ihr Name oft fällt, nicht weil wir sie mit unserem CBD in einen Topf werfen. Was du bei uns bekommst, ist etwas anderes.
Unser CBD Gras besteht aus Blüten von zertifiziertem Industriehanf. Die verwendeten Sorten stehen im gemeinsamen europäischen Sortenkatalog und enthalten weniger als 0,3 Prozent THC; wir bieten sie für den technischen und dekorativen Gebrauch an.
Auch die kleineren Small Buds stammen aus demselben Anbau, sie unterscheiden sich nur im Format der Blüten, nicht in ihrer Herkunft.
Diese Schwelle kommt aus dem europäischen Rahmen für Industriehanf. Das seit dem 1. April 2024 geltende deutsche Cannabisgesetz mit dem darin enthaltenen KCanG betrifft dagegen Konsumcannabis und nicht Industriehanf. Der Name Durban Poison verweist auf eine Herkunft; was in unseren Blüten steckt, belegt dagegen die Laboranalyse jeder einzelnen Charge.
Häufige Fragen zu Durban Poison
Woher stammt Durban Poison?
Durban Poison kommt aus Südafrika und trägt den Namen der Hafenstadt Durban an der Ostküste des Landes. Dort ist über viele Generationen eine reine Sativa gewachsen, die als Landrasse gilt, also eine Population, die sich an das lokale Klima angepasst hat, statt in einem Zuchtprogramm zu entstehen. Die heute erhältlichen Samen sind allerdings meist Auslesen einzelner Anbieter aus dieser Herkunft und nicht die ursprüngliche Population. Eine amtliche Registrierung dieser Abstammung gibt es nicht, die Angaben stammen von den Samenbanken selbst.
Was bedeutet es, dass Durban Poison eine Landrasse ist?
Der Begriff meint eine Sorte, die ihre Eigenheiten der langen Anpassung an einen konkreten Naturraum verdankt und dort über Generationen von Hand weitervermehrt wurde. Innerhalb einer solchen Population darf es Unterschiede geben; sie ist keine im Labor vereinheitlichte Linie. Durban Poison wird traditionell einer südafrikanischen Herkunft zugeordnet, was sie von reinen Marketingnamen abhebt, ohne dass damit eine lückenlose Abstammung bewiesen wäre. Im Handel steht hinter dem Namen heute meist eine ausgelesene, stabilisierte Fassung, nicht die ursprüngliche Population.
Welches Terpen wird Durban Poison zugeschrieben?
Am häufigsten fällt der Name Terpinolen, ein Terpen mit frischem, leicht würzigem Geruch, das auch in Nadelhölzern und einigen Kräutern vorkommt. Terpene bilden den Duft einer Pflanze; wie viel von jedem einzelnen entsteht, fällt je nach Chemotyp verschieden aus. Wichtig bleibt dabei die Trennung: Es geht um den Geruch, nicht um einen Geschmack, und die Stoffe sind flüchtig. Wie deutlich der Duft ausfällt, hängt von der jeweiligen Charge ab und steht nicht im Namen auf dem Etikett.
Ist Durban Poison dasselbe wie euer CBD-Sortiment?
Nein. Durban Poison ist in den bekannten Fassungen eine THC-Sorte, und Samen verkaufen wir ohnehin nicht. Unser Sortiment hat mit dieser Genetik nichts gemein. Bei uns geht es um Blüten aus zertifiziertem Industriehanf, deren Sorten im gemeinsamen europäischen Sortenkatalog stehen und weniger als 0,3 Prozent THC enthalten; sie sind für technische und dekorative Zwecke bestimmt. Dass wir die Sorte hier beschreiben, stellt einen thematischen Bezug zu Cannabis her, macht aus einer THC-Landrasse und unserem CBD aber nicht dasselbe.









